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Regulierung

Was ist die PPWR und welche Auswirkungen hat sie auf Ihr Event?

Veröffentlicht am · Ekomon

Team bei der Logistik von Mehrwegbechern nach einer Veranstaltung

Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist die neue europäische Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Sie ersetzt die bisherige Richtlinie und gilt als EU-Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Ihr Ziel ist es, das Verpackungsaufkommen zu reduzieren, die Wiederverwendung zu fördern und sicherzustellen, dass in Verkehr gebrachte Verpackungen recyclingfähig sind.

Für Veranstalter von Festivals oder Sportevents sowie für Gastronomiebetriebe ist die PPWR nicht nur ein Gesetzestext: Sie verändert den Getränkeausschank, die Einkaufsplanung und die Kommunikation der Nachhaltigkeit des Events.

Was sich für Veranstaltungen ändert

Die Verordnung legt Wiederverwendungsquoten für bestimmte Verpackungen fest und schränkt einige Einwegformate ein – insbesondere für den Verzehr vor Ort. In der Praxis bedeutet dies für Events und Gastronomie: Der Einwegbecher verliert an Bedeutung, und das Publikum erwartet Mehrwegalternativen.

In Spanien hat das Gesetz 7/2022 über Abfälle und kontaminierte Böden diesen Weg mit Maßnahmen zur Reduzierung von Einwegkunststoffen und zur Förderung von Wiederverwendungssystemen bereits eingeleitet. Die PPWR verstärkt diese Richtung auf europäischer Ebene mit schrittweisen Zeitplänen.

Vorbereitung ohne operative Hürden

Der Schlüssel liegt nicht nur im Becherwechsel, sondern in der Planung des gesamten Systems. Ein Mehrwegbecher erfüllt seinen Zweck, wenn er zurückkommt: Daher sollte von Anfang an geklärt sein, wie die Ausgabe erfolgt, wie die Becher zurückgeführt, wo sie gereinigt und wie sie zwischen den Veranstaltungen gelagert werden.

Auch die Materialwahl ist entscheidend. Ein recyclingfähiges Material wie ZEROPL erleichtert das Schließen des Wertstoffkreislaufs am Ende der Becherlebensdauer; ein biologisch abbaubares Material wie UNDO verhindert persistente Abfälle einschließlich Mikroplastik, wenn das Risiko von Verlust oder Verbleib in der Umwelt erhöht ist.

Schließlich tragen Rückgabesysteme wie BackCup, Pfandmodelle oder die Integration in Cashless-Systeme dazu bei, die Rücklaufquote zu erhöhen. Eine QR-basierte Rückverfolgbarkeit ermöglicht es zudem zu messen, wie viele Becher zurückkommen und wie oft sie wiederverwendet werden – wertvolle Daten für den Nachweis der Konformität und eine glaubwürdige Kommunikation.

Eine Chance – nicht nur eine Pflicht

Als Ausgangspunkt empfehlen wir, vor der nächsten Ausgabe drei Punkte zu prüfen: Welche Einwegverpackungen werden an den Bars und im Cateringbereich noch eingesetzt? Welches Bechervolumen ist im Mehrwegmodell basierend auf Kapazität und Umlauf nötig? Und welche Reinigungs- sowie Lagerkapazitäten stehen zur Verfügung oder können ausgelagert werden? Auf dieser Basis lässt sich der Umstieg schrittweise dimensionieren, indem Bereiche mit hohem Verbrauch priorisiert und die Ergebnisse vom ersten Tag an gemessen werden, um die Abläufe für kommende Veranstaltungen anzupassen.

Events, die sich frühzeitig auf die PPWR einstellen, reduzieren nicht nur rechtliche Risiken: Sie sorgen für ein saubereres Veranstaltungsgelände, senken Abfallentsorgungskosten und schaffen eine Nachhaltigkeitsbilanz, die auf Fakten statt auf Versprechen basiert.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn Sie analysieren möchten, wie sich Mehrweglösungen für Ihre Veranstaltung umsetzen lassen, unterstützt Sie unser Team gerne bei der Wahl von Format, Material und Rücknahmesystem.

Lesen Sie auch die bereits geltenden Vorschriften in Spanien

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